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Mittwoch, 3. März 2010

MZ NVA Sondermodelle

Heute gibt es eine Übersicht über die verschiedenen MZ Sondermodelle der nationalen Volksarmee.


Zunächst die MZ ES 250 /A. Das "A" steht hier immer jeweils für Armeeversion.
Gaebaut wurde diese, in markanten schlichten Olivgrün (heute RAL 6003) auftretende, in den Jahren 1967-1973. Es wurden geschätzte 20.000 Stück gebaut. Zudem betug der Hubraum, wie der Name bereits andeutet, 243 cm³. Bis 1969 wurde zunächst eine 17PS Variante für die Armee gebaut, später waren 19 PS vorgesehen. Die speziellen Unterschiede zur Zivilversio, der MZ ES 250, waren die Einzelsitzt, der hochgezogene Auspufftopf, die kürzere Übersetzung sowie das typische Zubehör wie z.B die Packtaschen mit dem dazugehörigen Equipment.

Darauf folgte ab 1973-1976 die MZ TS 250 /A. Diese hatte ebenfalls 243cm³ aber bereits seit beginn 19PS. Die TS 250 unterschied sich im Hinblick auf die Zivilversion der TS 250 speziell in den härteren Feder, der höhergelegten sowie kürzeren Auspuffanlage, den Einzelsitzen und den Trägern für die Packtasche sowie dem Kanisterhalter für einen 5l Kraftstofftank.


Wesentlich länger wurde die TS 250/1 /A gebaut. In diese Maschine flossen sämtliche Veränderungen die auch an der Zivilmaschine durchgeführt wurden. Dies waren u.a die Seitenwagenoptimierung sowie das 5 Gang Getriebe. In der Ausstattung bestanden, bis auf die Stahlfelgen aber keine Differenzen.


Gegen Ende der DDR wurde noch eine MZ ETZ 250 /A gebaut.
Hier kam, im Gegensatz zur TS eine Leistungssteigerung von 2PS, auf satte 21PS, bei gleichgebliebenem Hubraum zum tragen. Bezüglich der Ausstattung gab es keine Differenzen zur TS 250/1 /A.

Sonntag, 28. Februar 2010

MZ Vorkriegszeiten

Heute möchte ich etwas zur Geschichte der MZ Motorenwerke Zschopau schreiben.
Im Grunde genommen beginnt alles zu Vorkriegszeiten (1.Weltkrieg) bei DKW in Chemnitz. Kurze zeit später kaufte man noch eine alte Tuchwareffabrik in Zschopau. Zunächst als kleine Firma für den Vertrieb von Maschinen und Appararturen entwickelten sich schnell auch größere Projekte wie z.B dem
DampfKraftWagen. Nach dem Krieg jedoch verlor der Dampfkraftwagen an Prestige und so erlag bald die Produktion. Lediglich der Name DKW war geblieben. Zwischenzeitlich versuchte man sich in der Produktion eines Fahrradhilfsmotors namens DasKleineWunder.

Ab dem Jahre 1922 wurden in Zschopau wurden wieder Motorräder hergestellt . Am Anfang der Entwicklung stand das Reichsfahrtmodell mit gebläsegekühltem 142-cm³-Motor und einer Leistung von 1,5 PS. Das erfolgreichste Modell der ersten Jahre war 1925 die DKW E 206 mit 206-cm³-Einzylindermotor, die für 750 Reichsmark angeboten wurde und damit preiswerter als vergleichbare Typen war.

Da ab 1928 alle Motorräder bis 200 cm³ steuerfrei und ohne Führerschein gefahren werden durften, entstanden aus der E 206 die E 200 und die DKW Luxus 200, die berühmte Blutblase, so genannt, weil der Tank knallrot lackiert war. Der geringere Hubraum von 198 cm³ wurde durch Verminderung der Zylinderbohrung um einen Millimeter erreicht. Die Modellpalette reichte bis zu einer wassergekühlten 600-cm³-Zweizylinder-Maschine (Super Sport 600). Meistverkauftes Vorkriegsmodell war die RT 100 (98 cm³) von 1934, die 72.000 Mal gebaut wurde.

Ab 1932 führte DKW die neuartige Schnürle-Umkehrspülung ein welche viel besser war, da sie u.a nicht so heiß wurde. Bei DKW hatte man frühzeitig die Bedeutung dieser Technik erkannt und die alleinigen Rechte für die Nutzung bei Benzinern erworben. So konnte DKW mit üppigem Gewinn Nachbaulizenzen an andere Hersteller vergeben.

Das bekannteste DKW-Motorrad ist die RT 125 (Reichstyp), die 1939 in Serie ging und wegen ihrer Wendigkeit bald schon bei der Wehrmacht zum Einsatz kam.

Das DKW -Werk wurde nach dem Krieg von den Sowjets komplett demontiert. Mit der RT 125, der o.g. Vorkriegsentwicklung, begann 1950 unter dem Markenzeichen (DKW / IFA) wieder die Produktion in Zschopau. Es wurden insgesamt 1.700 RTs fertiggestellt.

Sollte sich irgenwo der Fehlerteufel eingeschlichen haben so bitte ich mir darauf aufmerksam zu machen.